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10.12.2018
  

GVN Aktuell

 

 
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Informationen zur Kinderunfallhilfe finden Sie hier.

 

 


Der GVN fördert die Initiative zur Unterwegsversorgung für Berufskraftfahrer/-innen.

 



 Aktuelle Verkehrsinfos aus Niedersachsen.

 

 

 


 
 
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Herzlich willkommen beim GVN!

 

Wir freuen uns, dass Sie die Website des Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. besuchen. Diese dient als Serviceleistung und zur Information der Mitgliedsbetriebe rund um interessante Themen des Verkehrsgewerbes. Teilbereiche sind nur den angeschlossenen Unternehmen zugänglich. Um diese einsehen zu können, ist ein Login mit Stammnummer und Kennwort erforderlich.   Als eingeloggtes GVN-Mitglied haben Sie Zugang zu gesperrten Inhalten auf den Seiten Ihrer Fachvereinigung(en), der Bezirksgruppen und der GVN-Rechtsabteilung. Für Ihre Erst-Registrierung lesen Sie bitte zunächst unsere Benutzerbedingungen. Bitte klicken Sie anschließend auf Login, um sich anzumelden.

 

 
 
Aktuelles aus dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen


 

 

GVN-Jahreshauptversammlung 2018 in Hannover

 

Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. führte am 30. November und 1. Dezember seine Jahreshauptversammlung und seinen Unternehmertag durch. In Hannover waren über 300 Unternehmer aus dem privaten niedersächsischen Verkehrsgewerbe (Güterkraftverkehr, Entsorgung, Spedition, Logistik, Möbelspedition, Omnibus und Touristik sowie Taxi, Mietwagen und Krankentransporte) vertreten.

 

Neben satzungsgemäßer Verbandsarbeit im Rahmen der Jahreshauptversammlung informierte der GVN am darauffolgenden Unternehmertag in einem spannenden Workshop-Programm u. a. zu Stolperfallen in der täglichen Personalpraxis. Experte zu diesem Thema war Rechtsanwalt Prof. Dr. Bernd Schiefer, Herausgeber der monatlichen Zeitschrift für Personalverantwortliche „Personalpraxis + Recht“, Geschäftsführer bei „unternehmer nrw“ und Partner bei Schiefer Rechtsanwälte in Düsseldorf. Sensibilisieren sollten auch die Workshops zu Schutzmaßnahmen vor Cybercrime, zur Unfallprävention anhand von Erfahrungen und Erkenntnissen aus Lkw-Unfällen sowie zum heißen Thema „Gewalt in Niedersachsen und die Rolle der Flüchtlinge dabei“, vorgetragen vom renommierten Juristen, Kriminologen und ehemaligen niedersächsischen Justizminister, Prof. Dr. Christian Pfeiffer.

 

Jahreshauptversammlung 30.11.2018:

 

Unter den zahlreichen Gästen referierte der stellvertretende Ministerpräsident, Dr. Bernd Althusmann (MdL), über aktuelle Entwicklungen in der Verkehrspolitik. Er attestierte dem niedersächsischen Gesamtverband eine hohe Fachkompetenz und Schlagkraft als Interessenvertretung von fünf Fachvereinigungen. Der GVN habe hier sogar Vorbildcharakter für alle anderen Bundesländer. Ein Grußwort an die Teilnehmer sprach der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok (SPD).

 

GVN-Präsident Krage: „Der Verband steht vor vielen neuen Herausforderungen. Veränderungen in der Politik auf Welt-, Bundes- und Landesebene werden die Marktbedingungen der privaten Verkehrsunternehmer im Güter- und Personenverkehr sowie in der Logistik verändern. Ich verspreche Ihnen, dass der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen als Netzwerk kleiner, mittelständischer und inhabergeführter Familienbetriebe weiterhin alles daransetzen wird, Ihre Interessen gegenüber der Politik, bei Behörden und in der Öffentlichkeit wirksam zu vertreten, damit eine tragfähige Zukunft des privaten Personen- und Güterverkehrsgewerbes gesichert bleibt.“

 

Foto v. l.: GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic mit den Gastrednern der GVN-Jahreshauptversammlung 2018: Der stellvertretende niedersächsische Ministerpräsident, Dr. Bernd Althusmann, MdL (CDU) und der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Bernd Schostok (SPD).

 

 

GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic stellte in seinem Rechenschaftsbericht aktuelle Probleme der niedersächsischen Unternehmer des Verkehrsgewerbes vor.

 

Im Bereich Güterverkehr und Spedition ist ein zentrales Thema die Verkehrssicherheit. Es geht dem GVN um wichtige Themen wie die Verhinderung von Abbiegeunfällen oder Aktionen zum Thema Ablenkung am Steuer. Der GVN fordert, diese Gesetzeslücken schnellstmöglich zu schließen.

 

Weitere Themen wie DSGVO, Maut, Brexit, Diesel- und Feiertagsfahrverbote, Baustellenmanagement, Kriminalität, Digitalisierung aber auch der Fahrermangel standen ebenfalls auf der Agenda. Die demografische Entwicklung und die damit verbundene Versorgung der Unternehmen mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern werde auch in absehbarer Zeit eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre bleiben. Jährlich scheiden ca. 50.000 Fahrer aus dem Erwerbsleben aus, während nur ca. 15.000 Arbeitnehmer nachkommen. Experten rechnen daher für 2025 mit bis zu 150.000 fehlenden Fahrern. Den Möbelspediteuren machen zusätzlich Internetplattformen zu schaffen, die tolle Webseiten anbieten, aber deren Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt werden müssen.

 

Verhalten optimistisch war die Fachvereinigung Omnibus und Touristik in das neue Jahr 2018 gegangen, in der Hoffnung auf positive politische Veränderungen in Niedersachsen. Leider wurden diese Hoffnungen bislang nicht erfüllt. Wichtige Entscheidungen, die Omnibusunternehmern geholfen hätten blieben aus. Die Planwirtschaft im öffentlichen Personennahverkehr weitet sich in Niedersachsen aus. Wichtiges Wissen das bei den privaten Omnibusunternehmen vorhanden ist und an den Bedürfnissen der Fahrgäste ausgelegt war, geht Schritt für Schritt verloren. Zahlreiche Omnibusunternehmen haben bereits ihre Existenz als Linienbusbetreiber verloren, weil die kommunalen Einrichtungen die wirtschaftliche Verantwortung an sich gezogen haben. Staat vor Privat ist und bleibt die falsche Richtung.

 

Für die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen hat sich mittlerweile das Umfeld auf der Kostenseite dramatisch geändert. Die Betriebe stehen verstärkt unter Druck. Waren im vergangenen Jahr die Rechtsverstöße von Vermittlungsportalen in den Hintergrund geraten, macht UBER derzeit einen neuen Anlauf in deutschen Großstädten. Weiteres Beispiel ist die VW-Tochter MOIA. MOIA verknüpft Sammelbeförderungen und ganz normale Mietwagenverkehre. Kein normaler Taxi- oder Mietwagenunternehmer kann so elegant von einer Beförderungsart in die andere wechseln. Umrahmt wird das Ganze mit einer Story aus moderner Mobilität, urbanem Lebensgefühl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Realität: Eingesetzt werden VW T6 Busse, Benziner mit einem Verbrauch von rund 14 Litern, die Fahrzeuge fahren meist leer oder maximal mit einer Person, aber die Fahrzeuge fahren immer. Ist es wirklich Umweltschutz oder moderne Mobilität, wenn leere Autos permanent durch die Stadt fahren? Der GVN meint, Umweltschutz und moderne Mobilität sehen anders aus!

 

 

Unternehmertag am 01.12.2018:

 

Workshop 1:

Arbeitsrecht – Aktuelle Rechtsprechung und Stolperfallen für Arbeitgeber

 

Hier befassten sich die Teilnehmer unter anderem mit Arbeitsrechtsfragen. Auf der Agenda standen u. a. Stolperfallen in der täglichen Personalpraxis von der Einstellung bis hin zur Kündigung. Aktuell und an vielen Praxisbeispielen verdeutlicht, gab der Experte Rechtsanwalt Prof. Dr. Bernd Schiefer (Herausgeber der monatlichen Zeitschrift für Personalverantwortliche „Personalpraxis + Recht“, Geschäftsführer bei unternehmer nrw und Partner bei Schiefer Rechtsanwälte in Düsseldorf) einen systematischen Überblick über die rechtlichen Aspekte einschließlich der neuesten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts.

 

 

Workshop 2:

Cybercrime – Ein transparenter Einblick in die polizeiliche Praxis

 

Eine Umfrage unter 500 Unternehmen ergab, dass ein Drittel der großen Unternehmen ins Visier von Kriminellen geraten sind. Jedes vierte mittelgroße und kleinere Unternehmen gab an, ebenfalls Opfer von Cybercrime geworden zu sein. Bis zu 95 % der erfolgreichen Cyberangriffe werden durch den arglosen Nutzer zum Erfolg geführt. Unter dem Motto „Einige Dinge muss man einfach gehört haben, um nicht darauf reinzufallen“ erfuhren die Teilnehmer, wo Gefahren für ihr Unternehmen lauern. Der Experte zum Thema „Cybercrime“, Kriminalhauptkommissar Christian Pursche (Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) für die Wirtschaft, Behörden und Verbände des Landeskriminalamtes Niedersachsen), sensibilisierte die GVN-Mitglieder mit Tipps zu Vorsichtsmaßnahmen und Hinweisen, was im Schadenfall zu tun ist.

 

 

Workshop 3:

Gewalt in Niedersachsen und die Rolle der Flüchtlinge dabei

 

Im politischen Vortrag auf dem GVN-Unternehmertag ließen sich die Teilnehmer vom renommierten Juristen, Kriminologen und ehemaligen niedersächsischen Justizminister, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, mitreißen und inspirieren. Mit seinem Team hat Prof. Dr. Pfeiffer das hochbrisante Thema „Gewalt in Niedersachsen und die Rolle der Flüchtlinge dabei“ beleuchtet – mit erstaunlichen Ergebnissen. Die GVN-Mitglieder erfuhren mehr über Zahlen, Daten und Fakten und vor welchen Herausforderungen Deutschland in Sachen Integration steht und ob die Erkenntnisse aus Niedersachsen repräsentativ für den gesamten Bund sind. Prof. Dr. Christian Pfeiffer, der regelmäßig für Begeisterung und Kontroversen sorgt, überzeugte mit einem Vortrag jenseits akademischer Langeweile, diesseits der Menschen, auch wenn er damit zuweilen tradierte Systeme erschüttert.

 

 

Workshop 4:

Unfälle vermeiden – aber wie?

Erkenntnisse und Erfahrungen aus schweren Lkw-Unfällen

 

Fast täglich berichten die Medien über schwere Lkw-Unfälle auf niedersächsischen Autobahnen. Notbremsassistenten, Ablenkung und Abstand sind einige Schlagwörter, die mit diesen Unglücken in Zusammenhang gebracht werden müssen. In dem Workshop mit lebhafter Podiumsdiskussion sprachen Verkehrsexperten über die Ursachen schwerer Lkw-Unfälle. Moderator Gerhard Grünig von der Fachzeitschrift VerkehrsRundschau erörterte gemeinsam mit Prof. Dr. Dirk Engelhardt (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)), Dr.-Ing. Heiko Johannsen (Unfallforschung MHH), Dr.-Ing. Petersen (Landesverkehrswacht Niedersachsen), Dr.-Ing. Klaus Ruff (BG Verkehr), Polizeirätin Carmen Scholze (Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport) und den Teilnehmern Lösungsansätze, wie Verkehrsunternehmen einem Unglück vorbeugen sollen.

 

03.12.2018



GVN - Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen