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Gedanken zum Tag der Arbeit


GVN schlägt Alarm wegen massiver Arbeitsplatzverluste in mittelständischen Omnibusbetrieben

 
Hannover (28. April 2017). Am kommenden Montag ist der 1. Mai, der in Deutschland traditionell als „Tag der Arbeit“ begangen wird. Auch in diesem Jahr finden politisch organisierte Demonstrationen statt, die vor allem die Verbesserung der Arbeitsbedingungen fordern.
 
„Aktuell verlieren in Niederachsen viele Busfahrerinnen und Busfahrer, Werkstatt- und Büromitarbeiter ihre langjährig sicheren Arbeitsplätze. Grund hierfür ist der gnadenlose Ausschreibungswettbewerb im Linienverkehr, der in Niedersachsen für sogenannte hessische Verhältnisse sorgt“, sagt Michael Kaiser, Landesgeschäftsführer der GVN-Fachvereinigung Omnibus und Touristik.
 
Durch den Systemwechsel weg vom Genehmigungswettbewerb hin zur Ausschreibung kommen, wie aktuell mehrfach passiert, überwiegend global tätige Konzerne zum Zug. Familienunternehmen können im ruinösen Wettbewerb gegen diese großen Konzerne nicht mithalten. Teilbetriebsschließungen oder gar komplette Betriebsaufgaben sind die Folge. Die Tatsachen liegen bereits heute auf dem Tisch.
 
Die Ausschreibungsgewinner holen sich im ersten Schritt um jeden Preis nur mehr Verkehrsleistungen, im zweiten Schritt sucht man den billigen Auftragsunternehmer, im dritten Schritt nach spätestens zehn Jahren ist der Mittelstand verschwunden und man macht Kasse, siehe Hessen.
 
Gute Arbeitsbedingungen sind dann häufig Fehlanzeige, weite Anfahrtswege zum Betriebshof, viele unattraktive Dienste und eine im Endeffekt niedrige Entlohnung sind die Folge. Weiterer Verlierer sind die Kommunen vor Ort, die Gewerbesteuern fließen nicht mehr in die heimische Kasse, sondern in die weite Ferne.
 
„Und mal ganz ehrlich, welcher Mitarbeiter tauscht schon gerne freiwillig seinen Arbeitsplatz in einem Familienunternehmen mit einem Arbeitsplatz in einem hierarchisch geführten Konzernbetrieb. Die soziale Komponente mit intaktem Umfeld muss stimmen“, prophezeit Michael Kaiser und führt weiter aus „der Dank der Mitarbeiter an die Verantwortlichen in der Landesregierung, den Landkreisen, den Aufgabenträgerverbänden und der Genehmigungsbehörde für diese suboptimalen Arbeitsbedingungen ist vorprogrammiert.“
 

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