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GVN-Jahreshauptversammlung 2017 in Wilhelmshaven


 
Hannover (4. Dezember 2017). Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. führte am 24. und 25. November seine diesjährige Jahreshauptversammlung und seinen Unternehmertag durch. In Wilhelmshaven waren über 250 Unternehmer aus dem privaten niedersächsischen Verkehrsgewerbe (Güterkraftverkehr, Entsorgung, Spedition, Logistik, Möbelspedition, Omnibus und Touristik sowie Taxi, Mietwagen und Krankentransporte) vertreten.
 
Neben satzungsgemäßer Verbandsarbeit im Rahmen der Jahreshauptversammlung informierte der GVN am darauffolgenden Unternehmertag in vier spannenden Workshops nicht nur über die Bundesfernstraßenmaut 2018, Trauma-Akut-Hilfe bei Unfällen und Überfällen, Arbeitsrecht, sondern auch zum heißen Thema „Wie wir durch Statistiken manipuliert werden“, vorgetragen von Bestsellerautor Prof. Dr. Gerd Bosbach, bekannt auch aus dem Kabarett-Talk „Pelzig hält sich“.
 
Jahreshauptversammlung:
Unter den zahlreichen Gästen referierten der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (MdB) und der Generalsekretär der CDU Niedersachsen, Kai Seefried (MdL), über aktuelle Entwicklungen im Verkehrsgewerbe. Sie attestierten dem niedersächsischen Gesamtverband eine hohe Fachkompetenz und Schlagkraft als Interessenvertretung von fünf Fachvereinigungen. Der GVN habe hier sogar Vorbildcharakter für alle anderen Bundesländer. Ein Grußwort an die Teilnehmer sprach der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Andreas Wagner (CDU).
 
GVN-Präsident Krage: „Der Verband steht vor vielen neuen Herausforderungen. Neue Regierungsbündnisse auf Bundes- und Landesebene werden unsere Marktbedingungen verändern. Ich verspreche Ihnen, dass der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen als Netzwerk kleiner, mittelständischer und inhabergeführter Familienbetriebe weiterhin alles daransetzen wird, Ihre Interessen gegenüber der Politik, bei Behörden und in der Öffentlichkeit wirksam zu vertreten.“
 
GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic stellte in seinem Rechenschaftsbericht aktuelle Probleme der niedersächsischen Unternehmer des Verkehrsgewerbes vor.
 
Im Bereich Güterverkehr und Spedition ist ein zentrales Thema die Verkehrssicherheit. Es geht dem GVN um wichtige Themen wie die Verhinderung von Abbiegeunfällen oder die Abschaltbarkeit von Notbremsassistenten. Der GVN fordert, diese Gesetzeslücken schnellstmöglich zu schließen.
 
Weitere Themen wie ADSp, de-Minimis, aber auch der Fahrermangel standen ebenfalls auf der Agenda. Die demografische Entwicklung und die damit einhergehende Versorgung der Mitgliedsbetriebe mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern werde auch in absehbarer Zeit eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre werden. Jährlich scheiden ca. 50.000 Fahrer aus dem Erwerbsleben aus, während nur ca. 15.000 Arbeitnehmer nachkommen. Experten rechnen für 2025 mit bis zu 150.000 fehlenden Fahrern. Den Möbelspediteuren machen zusätzlich Internetplattformen zu schaffen, die tolle Webseiten anbieten, aber deren Geschäftspraktiken kritisch hinterfragt werden müssen.
 
Stichwort Infrastruktur: Durch Verschleiß hervorgerufene Sperrungen und durch den „Investitionshochlauf“ verursachte Baumaßnahmen stellen die privaten Verkehrsunternehmer vor große Herausforderungen bei der täglichen Disposition. Ereignisse um die Sperrung der Rheintalbahn oder Witterungseinflüsse haben deutlich gemacht, wie fragil das System ist. Die GVN-Mitglieder haben hohe Erwartungen an Erhalt und Ausbau der Infrastruktur, denn die Logistik hat „Systemrelevanz“. Das Geld ist nicht das Problem. Es geht um die Umsetzung.
 
Für die Unternehmen der GVN-Fachvereinigung Omnibus und Touristik hat sich 2017 viel verändert. Die Landesregierung hat sich 2016 entschieden, die unternehmerische und damit auch wirtschaftliche Verantwortung im ÖPNV auf die Kommunen zu verlegen. Die negativen Folgen sind schon in diesem Jahr für viele Unternehmen eingetreten. Zahlreiche Omnibusunternehmen haben dadurch ihre Existenz als Linienbusbetreiber verloren. Der inhabergeführte Mittelstand ist überwiegend der Verlierer gewesen, wenn die kommunalen Einrichtungen die wirtschaftliche Verantwortung an sich gezogen haben. Wenn etwa die SPD in ihrem Landeswahlprogramm ausdrücklich schreibt, dass die Preisgestaltung durch Unternehmen nicht schützenswert ist, ist der GVN entschieden dagegen. Staat vor Privat ist und bleibt die falsche Richtung.
 
Für die Fachvereinigung Taxi und Mietwagen dominierten im vergangenen Jahr vor allem die Themenbereiche Web-basierte Dienstleistungen, die EU-Datenschutz-Grundverordnung und Vorstöße zur Liberalisierung des PBefG sowie der Fiskaltaxameter und das praxisferne neue Eichrecht. Offen ist nach wie vor, wie es hier weitergeht. Hintergrund ist, dass die bisherige behördliche Ersteichung von Taxametern und Wegstreckenzählern durch das neue privatrechtliche Konformitätsbewertungsverfahren ersetzt wird. Die GVN-Fachvereinigung Taxi und Mietwagen hat in vielen Gesprächen mit niedersächsischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten für Verbesserung geworben. Das Problem ist, dass das neue Verfahren immer noch mehrere Wochen in Anspruch nimmt. Das ist für das Taxigewerbe völlig inakzeptabel. Mehr als 3-5 Werktage sind eine Zumutung. Es drängt sich der Eindruck ungenügenden Verständnisses für die Unternehmen auf. Fazit: Der Gesetzgeber hat ein praxisuntaugliches Gesetz geschaffen und setzt dieses auch noch beharrlich, praxisfern durch. Zu der fehlenden Rechtssicherheit kommt Planungsunsicherheit hinzu.
 
 
Unternehmertag am 25.11.2017:
Workshop 1:
Bundesfernstraßenmaut 2018 –
Erweiterung des Lkw-Mautsystems auf alle Bundesstraßen
 
Ab dem 01.07.2018 wird die Maut auf alle Bundesstraßen erweitert. Die Bundesregierung verfolgt damit das Ziel, die Finanzierung der Bundesstraßen zu verbessern und eine moderne, sichere und leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zu gewährleisten. Wie wird die Verdreifachung des Mautnetzes umgesetzt und wie die Kontrolle durchgeführt? Müssen die Fahrzeuge für eine Abstimmung der OBU vorher in die Werkstatt? Wie kann die Maut gebucht werden? In diesem Workshop erläuterte Martin Rickmann, Leiter Kommunikation, Toll Collect GmbH aus Berlin, den Teilnehmern alle Hintergründe und beantwortete weitere Fragen, die im Zusammenhang mit der Mauterweiterung stehen.
 
 
Workshop 2:
Trauma-Akut-Hilfe
Beratung und Begleitung von betroffenen Mitarbeitern und Kunden
 
Traumatische Ereignisse (Unfälle, Gewalttaten, Überfalle oder andere Katastrophen) können für die Betroffenen nicht nur körperliche, sondern auch tiefgreifende seelische Verletzungen zur Folge haben. Im Durchschnitt entwickeln 20 - 30 % aller Betroffenen nachfolgend langfristige psychische Beschwerden, wobei das Risiko für Traumafolgestörungen (z. B. Posttraumatische Belastungsstörung – PTBS) je nach Schwere des Ereignisses variiert. Nicht erkannte oder unbehandelte Traumafolgestörungen stellen nicht nur ein andauerndes hohes Leidenspotential für die Betroffenen dar, sondern führen auch zu hohen Arbeits- und Ausfallzeiten. In diesem Workshop erfuhren die Teilnehmer das Wesentliche über die psychischen Prozesse, Symptome und Verarbeitungsverläufe nach dem Erleben eines Schockereignisses sowie welche Interventionsmöglichkeiten es gibt, um die Verarbeitung zu unterstützen und das Risiko einer anhaltenden Folgeerkrankung deutlich zu reduzieren. Karin Clemens, Geschäftsführerin der HumanProtect Consulting GmbH (HPC) aus Köln erläuterte das Vorgehen und die Methodik einer nachweislich effektiven Akutintervention.
 
 
Workshop 3:
Lügen mit Zahlen –
Wie wir mit Statistiken manipuliert werden
 
„Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.“ Dieses Bonmot hat jeder auf den Lippen – und zieht doch anschließend kluge Schlüsse aus vorliegenden Zahlen. Man kommt an Statistiken nicht vorbei und deshalb bot dieser Workshop einen wichtigen, aber auch amüsanten Blick in die Trickkiste der Zahlenkünstler. Der GVN hatte dafür den Bestseller-Autor Prof. Dr. Gerd Bosbach vom Rhein Ahr Campus Remagen der Hochschule Koblenz engagiert, der es bis in den Kabarett-Talk „Pelzig hält sich“ geschafft hat. Bosbach führte den Teilnehmern des Workshops die Praxis der interessengeleiteten Statistikerstellung und -auswertung mit humorvollen Berichten aus seinen Erfahrungen als Politikberater, als Statistik-Mitarbeiter einer großen Ärzteorganisation, aber auch als aufmerksamer Leser von Alltagsmeldungen, vor.
 
 
Workshop 4:
Arbeitsrechtliche Informationsveranstaltung
zu Arbeitnehmerüberlassung und Bundesteilhabegesetz
 
Hier befassten sich die Teilnehmer unter anderem mit Arbeitsrechtsfragen, speziell zum Thema Arbeitnehmerüberlassung. Aktuell und an vielen Praxisbeispielen verdeutlicht, wurde ein systematischer Überblick über die rechtlichen Aspekte einschließlich der neuesten Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts gegeben. Zudem erhielten die Teilnehmer ein Update zu weiteren neuen arbeitsrechtlichen Entwicklungen. Die praxisbezogene Darstellung der Themen hilft, innerbetriebliche Schwierigkeiten, langwierige Arbeitsgerichtsprozesse und teure Einigungsstellenverfahren zu vermeiden. Auf individuelle Fragen wurde von dem Richter am Bundesarbeitsgericht, Ralf Zimmermann, dabei ebenso eingegangen wie auf einschlägige Streitfragen des privaten Verkehrsgewerbes. Der Workshop griff abschließend das Thema „Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)“ und dessen Relevanz bei der krankheitsbedingten Kündigung auf. Birgit Probost, Geschäftsführerin PROfit® GESUNDHEITSMANAGEMENT aus Ronnenberg, zeigte den Teilnehmern, wie ein gutes Eingliederungsmanagement „präventiven Charakter“ hat.
 

 
Fotos:
 

 
 
 
 
 
 
IMG 7186z:
GVN-Präsident Mathias Krage
 
IMG 7273z: GVN-Hauptgeschäftsführer Benjamin Sokolovic (2. v. r.) mit den Gastrednern der GVN-Jahreshauptversammlung 2017: Der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann, MdB (l.), der Generalsekretär der CDU Niedersachsen, Kai Seefried, MdL (2. v. l.) und der Oberbürgermeister der Stadt Wilhelmshaven, Andreas Wagner, CDU (r.).
 
 
 
 
Hochaufgelöste Fotos können Sie anfordern unter presse@gvn.de

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GVN-Jahreshauptversammlung 2017 in Wilhelmshaven